Für Unternehmen ist die DGUV V3 Prüfung Pflicht – doch viele kennen Ablauf und Fristen nicht genau. Dieser Ratgeber erklärt die DGUV V3 Prüfung Schritt für Schritt: welche Geräte betroffen sind, welche Prüfintervalle gelten und welche Pflichten die DGUV V3 dem Arbeitgeber auferlegt.
Auf einen Blick
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Wer ist betroffen? Alle gewerblichen Betriebe mit elektrischen Geräten und Anlagen für Beschäftigte.
Rechtsgrundlage: BetrSichV §§ 14, 16 + DGUV Vorschrift 3 + TRBS 1201/1203.
Intervalle: ortsveränderlich 6–24 Monate · ortsfest 1–4 Jahre · Baustellen 3 Monate.
Wer prüft? Nur Elektrofachkraft (EFK nach DIN VDE 1000-10).
Bei Verstoß: Bußgeld bis 30.000 € · BG-Regress nach § 110 SGB VII.
Die DGUV V3 Prüfung erfolgt in Intervallen, die der Unternehmer per Gefährdungsbeurteilung festlegt. Richtwerte: ortsveränderliche Geräte alle 6–24 Monate, ortsfeste Anlagen alle 1–4 Jahre, Maschinen jährlich, Geräte auf Baustellen alle 3 Monate. Liegt die Fehlerquote bei Prüfung unter zwei Prozent, dürfen Intervalle verlängert werden.
Einleitung
Die DGUV V3 Prüfung ist eines der häufigsten Compliance-Themen im deutschen Mittelstand — und gleichzeitig das am häufigsten missverstandene. Viele Unternehmer halten sie für eine reine Formalie, dabei stehen bei Verstoß bis zu 30.000 Euro Bußgeld nach § 22 BetrSichV im Raum, ergänzt durch BG-Regress nach § 110 SGB VII bei Unfällen [3][6]. Rechtsgrundlage ist nicht eine einzige Vorschrift, sondern ein Compliance-Stack aus Betriebssicherheitsverordnung, Technischer Regel TRBS 1201 und der DGUV Vorschrift 3 selbst. Dieser Beitrag erklärt, welche Geräte in welchen Intervallen geprüft werden müssen, wer prüfen darf und wie der Vier-Schritt-Ablauf rechtssicher dokumentiert wird.
Was die DGUV V3 ist und wofür sie gilt
Die DGUV Vorschrift 3 trägt den vollen Titel "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel" und ist die zentrale Unfallverhütungsvorschrift (UVV) für die elektrische Sicherheit am Arbeitsplatz. Sie ersetzt seit Mai 2014 die zuvor inhaltsgleiche BGV A3 (Berufsgenossenschaftliche Vorschrift A3) — die Umbenennung erfolgte mit der Konsolidierung der gesetzlichen Unfallversicherungsträger zur DGUV. Inhaltlich blieb alles unverändert; der Begriff "BGV A3" wird in der Praxis noch häufig synonym verwendet.
Geltungsbereich der DGUV V3 sind alle gewerblichen Betriebe, in denen elektrische Geräte oder Anlagen den Beschäftigten zur Arbeit überlassen werden — vom kleinen Bürobetrieb mit drei Mitarbeitern über das Café mit Espressomaschine bis zum mittelständischen Produktionsbetrieb. Sie gilt nicht für private Wohnimmobilien (dort greift maximal der freiwillige E-Check für Vermieter). Bei vermieteten Büros entsteht eine Zwischenstellung: Die Anlage prüft der Vermieter im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht, die ortsveränderlichen Betriebsmittel verantwortet der gewerbliche Mieter als Arbeitgeber.
Rechtlich bindend wird die DGUV V3 über § 15 SGB VII — das autonome Recht der Berufsgenossenschaften. Wer den Gesamtkontext überblicken will, findet im Cluster zu allen Prüfungen, Normen und Pflichten-Themen die übergeordnete Einordnung.
Der Compliance-Stack — BetrSichV, TRBS 1201, DGUV V3
Drei Regelwerke greifen ineinander. Wer sie nicht trennen kann, riskiert Compliance-Lücken.
BetrSichV § 14 + § 16 — die gesetzliche Basis
Die Betriebssicherheitsverordnung ist das Gesetz. § 14 Abs. 1 BetrSichV verpflichtet den Arbeitgeber, Arbeitsmittel vor erster Inbetriebnahme und wiederkehrend prüfen zu lassen — Art, Umfang und Frist legt er per Gefährdungsbeurteilung fest [1]. § 16 BetrSichV regelt zusätzliche Prüfanforderungen für überwachungsbedürftige Anlagen. § 14 Abs. 7 verlangt die Aufzeichnung des Prüfergebnisses und dessen Aufbewahrung mindestens bis zur nächsten Prüfung.
TRBS 1201 — die Technische Regel zum "Wie"
Die TRBS 1201 ("Prüfungen und Kontrollen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen") konkretisiert, wie die Prüfung durchzuführen und zu dokumentieren ist. Sie ist keine Norm im klassischen Sinne, sondern eine technische Regel der BAuA — wer sie einhält, gilt vermutet als regelkonform. Die TRBS 1201 Ziffer 8.3.1 zählt die Mindestinhalte des Prüfprotokolls auf: Art, Umfang, Ergebnis, Name und Unterschrift der prüfenden Person. Die TRBS 1203 ergänzt die Anforderungen an die "befähigte Person".
DGUV Vorschrift 3 — die UVV zum "Wer, Wann, Womit"
Die DGUV V3 schließlich konkretisiert für den Bereich Elektrik, wer prüft (Elektrofachkraft im Sinne der DIN VDE 1000-10), wann und mit welchem Protokoll. Die DGUV Information 203-071 liefert die Praxis-Empfehlungs-Tabelle für die Intervalle [4]. Wer DGUV-Standards einhält, hält gleichzeitig BetrSichV ein.
Zusammenspiel: BetrSichV = das Gesetz, TRBS = das Wie, DGUV V3 = die UVV-Spezifikation. Eine sauber organisierte DGUV-V3-Prüfung erfüllt automatisch BetrSichV und TRBS 1201/1203. Die Errichtungsseite — also "wie wird neu installiert" — regelt dagegen die DIN VDE 0100 als Errichtungsnorm.
Prüfintervalle — die Tabelle, die jeder Unternehmer braucht
Eine starre Frist gibt es nicht. § 5 der DGUV V3 spricht von "angemessenen Zeitabständen". Konkrete Werte ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung des Unternehmers — die DGUV Information 203-071 liefert allgemein anerkannte Richtwerte als Untergrenze [4]:
Geräte- / Anlagenklasse | Richtwert-Intervall | Verkürzung bei | Norm / Quelle |
|---|---|---|---|
Ortsveränderliche Geräte (Büro) | 24 Monate | hohe Beanspruchung | DGUV Info 203-071 |
Ortsveränderliche Geräte (Werkstatt) | 12 Monate | rauer Einsatz | DGUV Info 203-071 |
Ortsveränderliche Geräte (Baustelle) | 3 Monate | Witterung, Bauarbeit | DGUV Info 203-071 |
Ortsfeste Anlagen (Büro / Verwaltung) | 4 Jahre | Erweiterung, Umbau | DIN VDE 0105-100 |
Ortsfeste Anlagen (Werkstatt / Industrie) | 1 Jahr | Sicherheitsrelevanz | DIN VDE 0105-100 |
Maschinen (mit Sicherheitsbauteilen) | 12 Monate | Unfallereignis | DGUV Info 203-071 |
Die Tabelle versteht sich als Startpunkt, nicht als Endpunkt. Die DGUV erlaubt ausdrücklich eine Intervallverlängerung, wenn die Fehlerquote bei Prüfung unter zwei Prozent liegt — und verlangt eine Intervallverkürzung bei Fehlerquoten über zehn Prozent oder nach Unfällen. Diese Dynamik gehört in die Gefährdungsbeurteilung dokumentiert. Wer die Intervalle anpasst, sollte das Ergebnis in die Dokumentation der Elektroprüfung übernehmen — sonst zerfällt die Nachweisführung im Audit.
Zusätzlich gilt für FI-Schutzschalter (RCD) in nicht stationären Anlagen ein Halbjahresintervall mit manueller Funktionsprüfung über die Prüftaste; bei stationären Anlagen monatlich.
Der Prüfablauf — vier Schritte nach Norm
Ein vollständiger Prüfablauf folgt vier klar abgegrenzten Schritten nach DIN VDE 0701-0702 (ortsveränderlich) bzw. DIN VDE 0105-100 (ortsfest):
Sichtprüfung. Die Elektrofachkraft kontrolliert Gehäuse, Anschlusskabel, Stecker, Zugentlastung, Beschilderung, Schutzart und Lesbarkeit der Typenschilder. Schon hier werden ca. 30–40 % aller Mängel entdeckt — verbrannte Stecker, gebrochene Zugentlastungen, fehlende Schutzleiter-Klemmen.
Erprobung und Funktionsprüfung. Schalter, Notausschalter, Sicherheitseinrichtungen, FI-Test über Prüftaste. Die Funktionsprüfung deckt mechanisch-elektrische Defekte ab, die in der reinen Sichtprüfung verborgen bleiben.
Messprüfung. Hier kommt das Prüfgerät zum Einsatz: Schutzleiterwiderstand (Grenzwert 0,3 Ω für Anschlussleitungen bis 5 m, plus 0,1 Ω pro weiterer 7,5 m), Isolationswiderstand (mindestens 1 MΩ je nach Schutzklasse), Ersatzableitstrom oder Berührungsstrom. Bei ortsfesten Anlagen kommt die FI-Auslösestrom- und Auslösezeitmessung hinzu.
Dokumentation und Kennzeichnung. Ergebnis im Prüfprotokoll mit Mängelliste; eine Prüfplakette mit nächstem Prüftermin am Gerät. Die Prüfplakette ist eine reine Sichtinformation für Mitarbeiter — rechtlich verbindlich ist das Protokoll. Die Aussagekraft des VDE-Zeichens am Gerät selbst ist davon zu trennen — sie betrifft den Herstellungsstand, nicht den Prüfzustand.
Wer prüfen darf — Elektrofachkraft, EFKffT, externer Dienstleister
Drei Personen-Kategorien kommen in Frage.
Elektrofachkraft (EFK). Definiert in der DIN VDE 1000-10: abgeschlossene elektrotechnische Berufsausbildung, einschlägige Berufserfahrung und Kenntnis der relevanten Vorschriften, Normen und Bestimmungen. Eine EFK darf das gesamte Spektrum der DGUV-V3-Prüfung durchführen. Im Innungsbetrieb des ZVEH ist die EFK Standard.
Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT). Eine Person mit engerem Qualifikationsumfang, die nur klar definierte, wiederkehrende Tätigkeiten ausführen darf — etwa die DGUV-V3-Prüfung ortsveränderlicher Geräte mit standardisierten Messgeräten. Sie ist für viele Mittelständler die kostengünstige interne Lösung.
Befähigte Person nach TRBS 1203. Ein allgemeinerer Begriff für die Prüfung von Arbeitsmitteln. Im elektrischen Bereich überschneidet sie sich weitgehend mit der EFK, ist aber breiter angelegt.
Die Entscheidung extern vs. intern hängt von Stückzahl, Eigen-Know-how und Auslastung ab. Externe Dienstleister bieten Sammelprüfungen mit Mengenrabatt; eine interne EFKffT amortisiert sich ab ca. 200–300 ortsveränderlichen Geräten. Wichtig: Auch bei Auslagerung bleibt die Pflicht beim Unternehmer — eine vollständige Haftungsdelegation gibt es nicht. Mehr zu Haftung und Versicherung im Schwester-Cluster Recht und Versicherung Elektroinstallation.
Was passiert bei Verstoß — Bußgeld, BG-Regress, Versicherung
Die Sanktionsschienen sind real — und sie greifen kumulativ.
Bußgeld nach § 22 BetrSichV. Bis zu 30.000 € pro Einzelverstoß. Bei systematischer Nicht-Prüfung in Mehr-Geräte-Betrieben summiert sich das schnell.
Straftatbestand nach § 23 BetrSichV. Sobald Leben oder Gesundheit von Beschäftigten konkret gefährdet werden, geht es vom Ordnungswidrigkeitsrecht in das Strafrecht. Im Verbund mit fahrlässiger Körperverletzung (§ 229 StGB) oder fahrlässiger Tötung (§ 222 StGB) drohen Freiheitsstrafen.
BG-Regress nach § 110 SGB VII. Bei grober Fahrlässigkeit nimmt die Berufsgenossenschaft Heilbehandlung, Renten und Rehabilitationskosten beim Unternehmer in Regress — bei schweren Unfällen sind 50.000 € und mehr keine Seltenheit [6].
Persönliche Haftung nach § 130 OWiG. Der Geschäftsführer haftet wegen Aufsichtspflichtverletzung, auch wenn er die Prüfung an eine interne Stelle delegiert hatte.
Versicherer kürzt Leistungen. Bei Brand- oder Sachschäden durch ungeprüfte Anlagen drohen Kürzungen nach § 81 VVG — bis zum vollständigen Leistungsverlust.
Die Kombination dieser Schienen erklärt, warum die DGUV V3 in der Praxis nicht verhandelbar ist. Auch die zivilrechtliche Verantwortung gegenüber Dritten und die Verkehrssicherungspflicht wirken in dieselbe Richtung.
Kosten und Praxis — was eine DGUV V3 Prüfung 2026 wirklich kostet
Marktübliche Preise 2026 bewegen sich in folgender Range:
Ortsveränderliche Geräte: 4–8 € pro Gerät bei Sammelprüfung. Bei Einzelprüfung deutlich höher (20–35 €).
Ortsfeste Anlagen (Büro): 0,80–2,50 € pro Quadratmeter Nutzfläche, abhängig von der Stromkreisdichte.
Maschinen: 80–250 € pro Maschine. Bei sicherheitskritischen Maschinen mit umfangreichen Schutzeinrichtungen entsprechend mehr.
Mengenrabatt: ab 100 Geräten branchenüblich, ab 500 Geräten teils Festpreis-Pakete.
Beispielrechnung — Bürobetrieb mit 50 Mitarbeitern. ca. 350 ortsveränderliche Geräte (Notebooks, Drucker, Monitore, Wasserkocher, Verlängerungen, Kaffeemaschinen), Sammelprüfung 24-Monate-Intervall ergibt ca. 1.750–2.800 € (je nach Konditionen). Plus ortsfeste Anlage 4-Jahres-Intervall für ca. 800–1.500 €. Auf die Jahresrechnung umgelegt: ca. 1.100–1.800 € — gemessen am Bußgeldrisiko eine überschaubare Größenordnung. Hidden Cost: Vorbereitung, Stillstandzeiten und Nachprüfung nach Mängelbeseitigung sollten in der Kalkulation eingeplant werden.
FAQ
Was ist die DGUV V3 Prüfung?
Die DGUV V3 Prüfung ist die wiederkehrende Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel im gewerblichen Umfeld. Rechtsgrundlage ist die DGUV Vorschrift 3 in Verbindung mit der Betriebssicherheitsverordnung (§ 14 BetrSichV). Sie umfasst Sicht-, Mess- und Funktionsprüfung sowie eine Dokumentation. Verantwortlich ist der Unternehmer; durchführen darf nur eine Elektrofachkraft.
Wie oft muss eine DGUV V3 Prüfung durchgeführt werden?
Es gibt keine starren Fristen. Der Unternehmer legt die Intervalle per Gefährdungsbeurteilung fest. DGUV-Richtwerte: ortsveränderliche Geräte alle 6–24 Monate, ortsfeste Anlagen 1–4 Jahre, Maschinen jährlich, Baustellen-Geräte alle 3 Monate. Liegt die Fehlerquote bei Prüfung unter 2 Prozent, dürfen Intervalle verlängert werden.
Wer darf eine DGUV V3 Prüfung durchführen?
Nur eine Elektrofachkraft (EFK) im Sinne der DIN VDE 1000-10 oder eine "befähigte Person" nach TRBS 1203. EFK bedeutet: abgeschlossene elektrotechnische Ausbildung, einschlägige Berufserfahrung und Kenntnis der relevanten Vorschriften. Prüfungen durch fachfremdes Personal sind unwirksam und schaffen Haftungsrisiken für den Unternehmer.
Was wird bei der DGUV V3 Prüfung geprüft?
Vier Schritte: erstens Sichtprüfung von Gehäuse, Kabel, Stecker und Beschilderung. Zweitens Funktionsprüfung von Schalter und Sicherheitseinrichtungen. Drittens Messprüfung — Schutzleiterwiderstand, Isolationswiderstand, Ersatzableitstrom. Viertens Dokumentation mit Prüfprotokoll und Prüfplakette. Bei ortsveränderlichen Geräten gilt DIN VDE 0701-0702, bei ortsfesten Anlagen DIN VDE 0105-100.
Was kostet eine DGUV V3 Prüfung?
Marktübliche Preise 2026: ortsveränderliche Geräte 4–8 € pro Stück bei Sammelprüfung, ortsfeste Anlagen 0,80–2,50 € pro Quadratmeter im Bürobereich, Maschinen 80–250 € pro Stück. Mengenrabatt ab 100 Geräten ist branchenüblich. Stillstandzeiten, Vorbereitung und Nachprüfung sollten in der Kalkulation berücksichtigt werden.
Was passiert, wenn die DGUV V3 Prüfung nicht gemacht wird?
Bußgeld bis 30.000 € pro Verstoß nach § 22 BetrSichV. Bei Gefährdung von Personen Straftatbestand nach § 23 BetrSichV. Tritt ein Unfall ein, regressiert die Berufsgenossenschaft Heilkosten und Renten nach § 110 SGB VII. Persönlich haftet der Unternehmer nach § 130 OWiG wegen Aufsichtspflichtverletzung. Versicherer kürzen Leistungen.
Was ist der Unterschied zwischen DGUV V3 und BGV A3?
Inhaltlich kein Unterschied. Bis 2014 hieß die Vorschrift BGV A3 (Berufsgenossenschaftliche Vorschrift A3). Mit der Konsolidierung der Berufsgenossenschaften zur DGUV wurde die Vorschrift in DGUV Vorschrift 3 (kurz DGUV V3) umbenannt. Inhalt, Pflichten und Prüfumfang bleiben identisch. Der Begriff BGV A3 ist nur noch umgangssprachlich gebräuchlich.
Fazit
Die DGUV V3 Prüfung ist keine bürokratische Hürde, sondern ein integraler Bestandteil der Unternehmer-Pflichten im Arbeitsschutz. Wer sie sauber organisiert, profitiert dreifach: rechtssicher gegenüber Behörde und BG, versicherbar im Schadensfall, und entlastet von persönlicher Haftung. Drei Punkte sind dabei nicht verhandelbar. Erstens: Die Intervalle ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung, nicht aus dem Bauchgefühl — Richtwerte aus DGUV Information 203-071 als Untergrenze. Zweitens: Prüfen darf nur eine Elektrofachkraft im Sinne der DIN VDE 1000-10. Drittens: Das Prüfprotokoll ist mindestens bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren, in haftungsrelevanten Fällen länger. Wer einen externen Dienstleister beauftragt, prüft das Angebot gegen diese drei Achsen — und hat damit die Compliance-Frage abgehakt.
Weiterführend im Ratgeber
Elektro-Ratgeber Übersicht
Cluster-Hub: alle Prüfungen, Normen und Pflichten-Themen
Verwandt: DIN VDE 0100 — Errichtungsnorm · Dokumentation Elektroprüfung · VDE-Zeichen — Zertifizierung · Verkehrssicherungspflicht und Haftung · E-Check für Vermieter — Abgrenzung Privat vs. Gewerbe
Schwester-Cluster: Recht und Versicherung Elektroinstallation
Quellen
[1] Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV): § 14 Prüfung von Arbeitsmitteln. gesetze-im-internet.de/betrsichv_2015/__14.html — Stand Mai 2026.
[2] Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV): § 16 Wiederkehrende Prüfung. gesetze-im-internet.de/betrsichv_2015/__16.html — Stand Mai 2026.
[3] Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV): § 22 Ordnungswidrigkeiten. gesetze-im-internet.de/betrsichv_2015/__22.html — Stand Mai 2026.
[4] DGUV Information 203-071: Wiederkehrende Prüfungen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel — Empfehlungstabelle. publikationen.dguv.de — Stand Mai 2026.
[5] DGUV Vorschrift 3 — Elektrische Anlagen und Betriebsmittel. publikationen.dguv.de — Stand Mai 2026.
[6] Sozialgesetzbuch VII: § 110 Haftung der Unternehmer. gesetze-im-internet.de/sgb_7/__110.html — Stand Mai 2026.
[7] BG ETEM — Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse. bgetem.de — Stand Mai 2026.
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Fazit: DGUV V3 Prüfung rechtssicher organisieren
Die DGUV V3 Prüfung ist kein bürokratischer Selbstzweck, sondern schützt Mitarbeiter und Betrieb gleichermaßen. Wer Prüfintervalle einhält, die DGUV V3 sauber dokumentiert und eine befähigte Person beauftragt, erfüllt seine Pflichten und vermeidet Haftung. Planen Sie die DGUV V3 Prüfung fest in den Betriebsablauf ein.

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